Die Piloten des HAeC haben in diesem Jahr durch ihren 1. Platz in der Liga Nord den Sprung in die 2. Bundesliga geschafft. Die Entscheidung fiel am vergangenen Wochenende, bis dahin gab es ein äußerst spannendes Kopf an Kopf Rennen mit verschiedenen Vereinen.

Bundesweit gibt es 5 Regional-Ligen, von denen jeweils der Erstplatzierte in die 2. Bundesliga aufsteigt.

Bundesliga im Segelflug? So etwas gibt es? Und wie soll das überhaupt funktionieren?

Über 17 Runden von Mai bis August und immer nur am Wochenende wurden die 104 teilnehmenden Vereine aus dem gesamten norddeutschen Raum gefordert, ihre besten Flüge auf einer Plattform zu dokumentieren.

In jeder Runde werden die 3 besten Flüge eines Vereins gewertet. Die Aufgabe besteht darin, dass der jeweilige Pilot in einem selbstgewählten Zeitfenster von 2 Flugstunden eine möglichst

große Strecke fliegt. Vom selbstgewählten Abflugpunkt dürfen dann nur maximal 3 frei gewählte Wendepunkte angeflogen werden und gewertet wird die direkte Strecke zwischen diesen Punkten. Nach Ablauf der 2 Stunden muss der Segelflieger wieder die Ausgangshöhe wie beim Abflug erreicht haben. Über die zurück gelegte Strecke wird die erzielte Durchschnitts­geschwindigkeit ermittelt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der besten 3 Piloten wird aufaddiert und ergibt dann die jeweilige Rundenplatzierung. Der Verein, der am Ende der 17 Runden die aufaddiert höchste Geschwindigkeit geflogen hat, ist dann Sieger.

Das Wetter war in diesem Jahr aus segelfliegerischer Sicht extrem gut, und so konnten die Hannoverschen Segelflieger an mehreren Rundentagen Schnittgeschwindigkeiten von über 140 km/h erzielen, d.h. sie haben in zwei Flugstunden mehr als 280 km Strecke zurückgelegt. Die Flugstrecke wird über einen Flightrecorder aufgezeichnet. Nach der Landung gibt der Pilot diesen aufgezeichneten Flug auf eine zentrale Internetplattform ein. Dort werden alle Flüge der teilnehmenden Piloten aus den Vereinen mittels eines ausgeklügelten Programms ausgewertet und postwendend veröffentlicht.

Bei dieser Form des Wettbewerbs kommt es für den Piloten darauf an, den optimalen Flugweg unter den Cumuluswolken zu finden, damit er unter diesen mit wenigen Kreisen zügig an Höhe gewinnt, um dann im schnellen Vorflug wieder Strecke fliegen zu können.

Ein Vorteil dieser Wettbewerbsform ist, dass die teilnehmenden Piloten von ihrem Heimatflugplatz starten können, aber trotzdem ein direkter Vergleich möglich ist, weil alle Piloten im gleichen (norddeutschen Wetterraum) fliegen.

Maßgeblich beteiligt am Erfolg des HAeC waren die jugendlichen Segelflieger des HAeC, von denen auch 3 im D-Kader des Landesverbandes Niedersachsen sind. Der ganze Verein ist mächtig stolz auf diesen Erfolg und wird ihn gebührend feiern.

In der 2. Bundesliga, die Anfang Mai 2023 beginnt, sind dann bundesweit 25 Vereine vertreten. Das Ziel des HAeC ist, seine Position dort zu festigen, um dann in den nächsten Jahren in die 1. Bundesliga aufzusteigen, wofür man am Ende der 17 Runden mindestens Platz 5 erflogen haben muss.

Andreas Werscheck am 25.8.2022

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